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Garmin Edge 500 / Erfahrungsbericht

16. Mai 2011

Im heutigen Blog-Artikel, welcher auch gleichzeitig mein erster hier ist, geht es um den neuesten Zuwachs im Hause Garmin: den Edge 500.
Was bringt der kleine Alleskönner mit?

Lieferumfang:

Hier sind neben Netzstecker inkl. USB-Kabel auch zwei Radhalter sowie eine Kurzanleitung in Heftform und die ausführliche Version auf CD dabei. Es gibt ihn in verschiedenen Liefer- und Ausstattungsvarianten, in denen dann ggf. noch Kartenmaterial, ANT+-Brustgurt und Trittfrequenzsensor mitgeliefert werden.

Technische Daten:

Die Abmessungen sind mit gerade mal 48 x 69 x 22 mm (BxHxT) gut mit normalen Tachos zu vergleichen, was auch für das Gewicht von 56,8 Gramm gilt. Die Displaygröße beträgt 128 x 160, wodurch eine klare Darstellung garantiert wird. Ebenso wurde die Halterung weiter optimiert, was ein Verlieren sowohl auf Wurzeltrails als auch Kopfsteinstraßen unmöglich macht.

Tipp: zwei Gummies gekreuzt gewährleisten doppelte Sicherheit!

Positiv anzumerken ist die sehr gute Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung, was gerade  bei Geräten mit Touchdisplay häufiger zu Unmut führt. Für alle Nachtfahrer gibt es auch ein Licht, welches in einem angenehmen orangenen Farbton ausgeführt ist. Wie alle Radgeräte verfügt auch der 500′er über die Schutzart IPX7, was ausreichend gegen Staub und Spritzwasser ist. Der Lithium-Ionen-Akku hält im Schnitt ca. 18 Stunden, was locker für ein ganzes Radwochenende ohne Zwischenladen ausreicht!

Die wichtigste Frage, die man oft im Bezug auf das Gerät hört & liest ist, was es für einen Sinn macht, sich ein Navi ohne Kartendarstellung zu kaufen. Die Antwort hierauf ist sehr unterschiedlich und muss für den einzelnen Anwendungsfall genauer betrachtet werden. Mir ist aufgefallen, dass ich die Karte auf den heimischen Wegen sehr wenig bis gar nicht verwendet habe, sondern das Gerät eher zum Datentracking verwende. Was auch ohne hinterlegte Karte wirklich gut funktioniert ist die Möglichkeit, existierende Routen nachzufahren. Die Funktion habe ich erst kürzlich wieder auf einer ausgiebigen Rennradtour getestet und selbst ich, als orientierungsunfähiger Mensch, bin an mein Ziel gekommen. Hierfür schiebt man die Datei auf das Gerät – für alle Software-Verweigerer: dies geht auch ohne jegliche Programme – da der interne Speicher als Massenspeicher erkannt wird. Ähnlich wie ihr Daten auf einen USB-Stick schreibt, könnt Ihr es auch hier machen. Das neue Dateiformat .fit wird von den meisten Garmin Programmen schon unterstützt, alte Dateiformate wie das .tcx werden natürlich auch weiterhin gelesen. Das Routing funktioniert, indem man auf dem Display den Pfad sieht und diesen nachfährt, auch ohne eine hinterlegte Karte. Es ist am Anfang ungewohnt – ich komme vom großen Bruder Edge 705, aber es ist definitiv machbar. Bei Mountainbikern mit doch sehr kleinen Pfaden und sich oft gabelnden Wegen, empfiehlt sich eine Karte doch, aber das ist Geschmackssache.

Wo definitiv die Stärken des Gerätes liegen, ist der Bereich der möglichen Informationen, der Visualisierung und der Auswertung. Auf den bis zu 8 Datenfeldern lassen sich von Geschwindigkeit, Temperatur, Herzfrequenz, Trittfrequenz (optional) bis hin zu Rundenzeiten etc Allerlei anzeigen. Somit ist stets das aktuelle Training oder Rennen übersichtlich im Blick.

Was mich von Beginn an begeistert hat war die Tatsache, wie einfach und selbsterklärend das Gerät zu bedienen ist. Die vier Tasten, auf denen neben Start/Stopp auch Menü und Licht zu finden sind, sind auch mit Handschuhen gut zu bedienen. Durch die wie schon erwähnte Baugröße passt er auch in jede Hosentasche, was mir als Läufer z.B. extrem entgegen kommt. Es gibt aber auch ein Armband, womit das Gerät dann stets im Blick am Handgelenk ist.

Aufnehmen:

Das geht so einfach wie gewohnt: Gerät einschalten, welches die selbstständig die Sattelitensuche startet. Wer nicht warten möchte, kann hier bereits “Start” drücken und es beginnt die Aufzeichnung aller Bewegungen. Am Ende einer Tour einfach die Aufzeichnung mit “Stopp” beenden und bei einem guten Weizen das Ganze in Ruhe analysieren

Auswertung:

Hierfür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, welche sich prinzipiell in Online und Offline-Möglichkeiten unterscheiden lassen. Offline und für unterwegs geht dies sehr gut mit dem hauseigenen Trainingscenter, welches kostenfrei zum Download auf der Herstellerseite bereit steht.

Nachdem das Gerät erkannt wurde, kann man mit einem Knopfdruck die Daten vom Gerät einlesen bzw. sie auch wieder aufspielen und sieht diese nach KW sauber sortiert und katalogisiert (Bild). Klickt man ein einzelnes Training an, werden die Daten geladen und man kann das Training erneut begutachten. So lassen sich beispielsweise Trainingserfolge perfekt über die Saison auswerten. Hier sind die Daten lokal geseichert und können nur mit dem Gerät mitgenommen werden.

Garmin Connect

Als neues Tool wurde diese Online-Plattform  ins Leben gerufen. Sie dient als Online-Sammelpool aller Trainings, als Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen Sportlern, sowie dem weltweiten Streckenaustausch. Ebenso wird die aufgenommene Strecke und da speziell der barometrische Höhenmesser korrigiert, da es hier gelegentlich zu Abweichungen kommen kann. Die Daten können auch bei Reisen über den persönlichen Zugang angesehen, erneut eingelesen oder veröffentlicht werden – egal von welchem Rechner.

Virtueller Trainingspartner:

Eine Funktion, die ich wirklich lieben gelernt habe! Hier kann eine alte Runde oder die Runde eines Freundes als Referenz genommen werden. Einblenden lassen kann man den Rückstand oder Vorsprung in Metern usw.,was den Ehrgeiz und somit das Training noch weiter antreibt :-)

Ich nutze das Gerät nun seit mehreren Wochen, sowohl auf dem Rennrad, dem Mountainbike, beim Joggen und auch Wandern. Der Edge findet unter freiem Himmel in weniger als 30 Sekunden eine Sattelitenverbindung, wobei das Training bereits kurz nach dem Einschalten gestartet werden kann. Abstürze oder sonstige Fehler sind mir bis jetzt nicht bekannt.

Plus: Baugröße (sehr klein, leicht), auf jeglichen Lenkersystem montierbar, kompakter Datensammler, hervorragende Betriebsdauer.

Minus: eventuell Basispreis.

Fazit:

Jeder, der nicht unbedingt eine Karte für Routen braucht, aber auf Datenaufzeichnung in Verbindung mit GPS-Tracking Wert legt, wird mit dem Gerät seinen neuen, treuen Begleiter finden. Ein viel versprechendes Produkt, was die vielfältigen Möglichkeiten & Informationen der großen Geräte in einer schicken, schlichten Optik verpackt.

Über den Autor

Basti

Seit 8 Jahren fest mit dem Rad verbunden und sowohl auf dem Mtb, wie RR zu finden. Im Team seit knapp 4 Jahren. Ein Urlaub ohne Rad? Unvorstellbar!

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6 Kommentare

  1. Jerome sagt:

    Hallo, ich kann die Bewertung für den Edge 500 nur bestätigen. Das Gerät ist wirklich super! Ich fahre regelmässig Touren von diversen GPS Seiten nach. Die Navigation per Mäusestrasse ist absolut ausreichend. Was mich allerdings wirklich nervt ist die Vielzahl an Dateiformaten. Ich plane immer mit Garmin Basecamp meine Routen und übertrage diese dann auf den Garmin. Diese einfache Funktion ist beim Edge 500 eine halbe Weltreise. Der Garmin wird vom Basecamp zwar erkannt, ein Übertragen ist aber nicht möglich. Man muss also andere Tools verwenden (TCX Converter, GPSBabel,…) damit die geplante Strecke auf den Edge 500 kommt.

  2. Pilot sagt:

    Vielen Dank für den umfassenden und sehr guten Erfahrungsbericht. Auch ich habe mich mit diesem Garmin Edge 500 beschäftigt.Habe mir aber dann das 800 zugelegt. Ist zwar vom Preis etwas heftiger, aber das mehr an Funktionen macht das wieder wett.

  3. Basti sagt:

    Es freut mich sehr, dass Ihr meine Erfahrungen teilt! Beide Geräte haben definitiv Ihre Daseinsberechtigung, abhängig von persönlichen Ansprüchen und dem unterschiedlichen Anschaffungspreis.

  4. peter sagt:

    Display des Garmin edge 500

    Die Einschätzung über die gute Lesbarkeit des Displays kann ich überhaupt nicht bestätigen. Im Gegenteil, dies ist das Schlechteste was ich bisher in der Hand bzw. am Rad (Sigma, Ciclo, O-synce, Trelock) hatte. Insbesondere bei Sonnenlicht ist das Display nur als Kosmetikspiegel zu gebrauchen. Dies gilt auch bei eingeschaltetem Hintergrundlicht. Nur in dunklen Räumen bzw. bei Dunkelheit ist mit der Hintergrundbeleutung das Display sehr gut ablesbar.

  5. Basti sagt:

    Nutzt Du den Edge mit einer Schutzfolie, da diese eventuell spiegeln kann. In welchem Winkel ist das Gerät montiert? Hier kann man viel im Bezug auf Lesbarkeit herausholen.

  6. scheeter sagt:

    Lieber Peter kauf dir mal eine Brille vielleicht geht es damit besser

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