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GoPro HD Hero

19. Juni 2011

Im aktuellen Bikedres-Blogartikel geht es um ein weiteres digitales Wunderwerk – die GoPro HD Hero Kamera.
Mein Interesse hatte der kleine “graue Kasten” schon lange geweckt, da ein Großteil aller im Netz veröffentlichten Sportaufnahmen – in schöner Auflösung – mit Ihr erstellt wurden. Deshalb habe ich mich umso mehr über die Möglichkeit gefreut, das aktuelle Modell mit Weitwinkelfunktion zu testen.

Eines vorweg: Es ist leider immer schwierig, so ein komplexes Produkt in wenigen Sätzen zu bewerten und dabei nicht den Rahmen eines Blog-Artikels zu sprengen. Aus diesem Grund verweise ich Euch in dem Bereich ‘Technische Details’ auf  die doch sehr ausführliche Herstellerseite.

http://www.vimeo.com/25034151

Eignung:

Für wen eignet sich die Kamera? Das Gerät spricht durch die garantierte Staub- und Wasserdichtigkeit bis 60 m  nahezu jeden Sportler oder Outdoor-Fan an, der sich und/oder die ein oder andere Erinnerung einfangen möchte. Das fängt beim Radfahrer an und endet beim Segelflieger – und allem was dazwischen liegt: und das ist eine Menge!

Montage

Ein Punkt der einen noch vor der ersten Aufnahme begeistern wird, ist definitiv die Vielfalt der Möglichkeit, sie an jedem nur erdenklichen Punkt zu montieren. Es gibt Montage-Kits für den Lenker, den Helm, einen Gurt für das Tragen am Oberkörper, Helmhalterungen und die Klebepads (gebogen und gerade) etc. Ich selber habe sie jeweils an den Helm und das Unterrohr geklebt. Ehrlicherweise anfangs mit Skepsis, da ich den 3M-Pads nicht trauen wollte. Aber mit dem Wissen einer guten Haftpflicht im Rücken habe ich die Abfahrten gewagt und bin restlos von der Haltbarkeit überzeugt worden. Beim Entfernen der Pads habe ich festgestellt, was wirklich in der Halterung steckt. Selbst mit leichter Erwärmung wurde doch eine gute Portion Muskelkraft benötigt – natürlich rückstandslos, also keine Gefahr für sensible Oberflächen! Selbstverständlich sollte bei der Montage auf eine fett- und ölfreie Fläche geachtet werden.Der Wechsel zwischen den einzelnen Halterungen funktioniert kinderleicht und sehr schnell, so dass auch auf einer Abfahrt die gewünschte Perspektive schnell gefunden ist. Hier merkt man das erste Mal den Vorteil des Displays. Man kann direkt kontrollieren, ob der gewünschte Blickwinkel justiert wurde, da Aufnahmen auch auf ihm abgespielt werden können.

Größe

Die GoPro fällt mit Ihren Abmessungen in den Bereich der oft belächelten “Würfel-Camcorder”, was die Abmessungen von lediglich 4×3x6 cm tatsächlich belegen. Was allerdings qualitativ aus der Kamera kommt, kann gerne in den folgenden zwei Videos angeschaut werden – und die erste Meinung zur oft eher schlechten Bildqualität in dieser Klasse wird sich schnell ändern.


Sound

Hier muss man sagen, dass je nach Geschwindigkeit zwischen dem geschlossenen und offenem Gehäuse gewechselt werden kann – und sollte! Ich habe es bei trockenen, aber staubigen Bedingungen getestet. Genutzt habe ich das offene Gehäuse, weil ich den oft plastenen Ton vieler Kameras testen wollte. Den Ton der Aufnahme würde ich als respektables Ergebnis bezeichnen, da Geräusche nur leicht verändert aufgenommen wurden. Dies wird natürlich mit dem geschlossenen Gehäuse stark gedämpft, aber das ist der guten Dichtung gegen das Eindringen von Wasser (60 m!) geschuldet.

Bild

Je nach Modell stehen bis zu 5 Aufnahmemodi zur Verfügung. Meiner Meinung nach steht die Aufnahmequalität großen und etablierten AVCHD-Camcordern nur geringfügig nach. Dies äußert sich in farbintensiven Bildern, egal in welchem Medium. Einziger Abstrich: minimale Kompressionsartefakte bei extrem schnellen Lichtwechseln. Das kann ausgeglichen werden durch entsprechende Setup der Kamera. Auch wenn dies im Vergleich mit anderen Kameras vernachlässigbar ist, sollte es dennoch erwähnt werden. Ebenso kann durch entsprechende Nachbearbeitung dieser Effekt auf ein wirklich vernachlässigbares Level absenken lassen.

Die von mir geposteten Videos wurden nicht bearbeitet.

Im Full-HD Aufnahmemodus verfügt die GoPro HD Hero über ein Bild mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Soll der Weitwinkel von 170 ° voll genutzt werden, muss die Einstellung mit wenigen Klicks auf 1.280×960 Bildpunkte geändert werden. Bei dieser Einstellung wird der Winkel von den normalen 127 ° angehoben. Schon bei den wenigen Aufnahmen kann ich sagen, dass der “Rückschritt”, also die geringfügige Drosslung der Auflösung sich wirklich lohnt, da gerade bei sehr actionreichen Aufnahmen die Stimmung wesentlich besser eingefangen wird.

  • 1080p = 1920×1080 pixels (16:9), 30 fps, 15 Mbit/s data rate
  • 960p = 1280×960 pixels (4:3), 30 fps, 12 Mbit/s data rate
  • 720p = 1280×720 pixels (16:9), 60 fps, 15 Mbit/s data rate
  • 720p = 1280×720 pixels (16:9), 30 fps, 8 Mbit/s data rate
  • WVGA = 848×480 pixels (16:9), 60 fps, 8 Mbit/s data rate

Speicherung

Auf der rechten Seite verfügt der Camcorder über einen SD-Kartenschacht, über welchen er mit bis zu 32 Gb großen Speicherkarten bestückt werden kann. Durch die interne Kompression der Aufnahme und das Speicherformat (MP4) reicht dies auf jeden Fall für einige Aufnahmezyklen, da der Akku nach ca. 75 – 90  min Dauerfilmaufnahme an seine Grenzen kommt. Dies ist allerdings auch abhängig davon ob mit oder ohne Display verwendet bzw. wie der Akku gepflegt wird.

Wem diese Zeit nicht ausreicht, dem sei zum Akku-Pack geraten, welcher schnell gewechselt ist und weitere Aufnahme garantiert!

Bedienung

Allen Wenignutzern sei eines vorweg geraten: Ich empfehle das LCD-Display. Die verschiedenen Menüpunkte werden auf dem LCD-Display vorne abgebildet, allerdings durch maximal drei Zeichen dargestellt. Dies ist ok, wenn man sich aller Menüpunkte bewusst ist. Allen anderen gebe ich folgendes “Menü-Flowchart-2go” mit an die Hand. Druckt es euch aus und nehmt es mit, so habt ihr stets den Überblick über alle Features Eurer Kamera und spart Euch die Ganze Anleitung (Feedback gerne Willkommen!).

Fazit

Seit 4 Jahren nutzen wir bei Bikeparkbesuchen und auf Trailtouren verschiedene Kameras. Der Test hat wieder einmal gezeigt, was gerade im Elektronikbereich wenige Jahre Entwicklung ausmachen. Mich hat die Bildqualität bei der Baugröße einfach überzeugt. Komplettiert wird der positive Eindruck durch wirklich guten Ton, eine kundenorientierte Ersatzteilpolitik und überragende Montagevielfalt.

Test überzeugend bestanden :)

Über den Autor

Basti

Seit 8 Jahren fest mit dem Rad verbunden und sowohl auf dem Mtb, wie RR zu finden. Im Team seit knapp 4 Jahren. Ein Urlaub ohne Rad? Unvorstellbar!

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2 Kommentare

  1. Sebastian sagt:

    Hallo Namensvetter :)
    Danke für deinen Test. Ich liebäugle auch schon ne Weile mit der Kamera. Überlege aber das einfache Modell 960 mir zu holen. Da ich nicht so oft diese verwenden will. Eigentlich nur für den Urlaub wenn ich tauchen oder schnorcheln möchte. Gibts da neben der Auflösung noch andere Unterschiede?

  2. Basti sagt:

    Hallo Sebastian,

    Danke für Dein Feedback!

    Folgende Unterschiede sind mir bekannt:

    - es fehlt der “Hero Bus” auf der Rückseite der Kamera für Zubehör (kein LCD- und Akku-Pack montierbar)
    - der 60 FPS Modus bei 1280×720 Pixel ist nicht verfügbar (Super-Slowmotion)
    - der FullHD Modus ist nicht verfügbar (1920×1080)

    Jetzt darfst Du entscheiden :)

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