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Evoc Freeride Trail – Test

27. April 2010

Die kleine Münchner Firma Evoc hat vor einigen Jahren den Markt für Sportrucksäcke aufgeräumt. Gehören Protektorenrucksäcke im Ski- und Snowboarbereich schon seit längerer Zeit zum Standard, so ist die Verbreitung im Bikebereich noch sehr dünn. Lag es bisher an zu schweren und wenig schönen Modellen, gibt es mit den Freeride Trail Modellen von Evoc eigentlich keine Ausreden mehr.


Passform

Aufmerksam geworden auf die Rucksäcke bin ich durch zwei Dinge. Einerseits war ich schon seit längerem auf der Suche nach einem Bikerucksack mit integriertem Rückenprotektor für Touren, andererseits lasen sich Testberichte in verschiedenen Foren sehr gut. Immer wieder wurde dort die perfekte Passform der Rucksäcke gelobt.

Links und rechts der Wirbelsäule befinden sich ausgeprägtere Polster, welche als Kontaktstellen zum Rücken dienen. Dieses System kennen die Meisten vom Deuter Transalpin, allerdings sind die Polster hier weniger dick und der Ruckack so näher am Rücken. Die Träger sind dünn, breit und sehr gut belüftet. Sie liegen angenehm auf der Schulter und haben keinerlei Tendenz zum Einschneiden. Am Becken wird der Rucksack über ein breites Neoprenband und eine zusätzliche starre Schnalle fixiert. Darüber hinaus besitzt er einen weiteren Verschluss über der Brust. Der zusätzliche Halt durch das breite Neoprenband ist vor allem in technischen Abfahrten von Vorteil und hält den Freeride Trail in Position. Bei den Auffahrten habe ich den Neoprengurt meist geöffnet, da sich die Wärme schon etwas darunter staut.

Den hohen Tragekomfort, über den schon mehr Leute geschrieben haben kann ich voll bestätigen. Das flächige Rückenteil mit der Aussparung für die Wirbelsäule und der breite Hüftgurt sorgen für optimalen Tragekomfort und guten Sitz auch bei ruppigen Abfahrten. Erst einmal richtig eingestellt, bemerkt man den Rucksack kaum noch auf dem Rücken.

Ausstattung

Der Evoc Rucksack besteht im Prinzip aus zwei Teilen, dem Trägersystem mit Rückenteil und Protektor und dem Packsack. Der Protektor lässt sich also auch einzeln tragen, was vor allem bei kurzen Hausrunden sehr praktisch ist. Für den Bikepark würde ich aber dennoch eine Protektoren Jacke empfehlen. Der Protektor im Rückenteil lässt sich herausnehmen, so dass man ihn nach einem Sturz problemlos wechseln kann. Der Hartschalenprotektor reicht über den Großteil des Rückens und bietet hervorragenden Schutz.

Der Packsack wird mit einem großen Reißverschluss am Rückenteil befestigt. Zwischen die beiden Teile wird die Trinkblase per Klettverschluss in einem extra dafür vorgesehenen Fach fixiert. So wird der Stauraum des Rucksacks nicht durch die Trinkblase minimiert.

Der Rucksack ist dann in vier Fächer unterteilt. Der Hauptstauraum ist als Toploader konzipiert, d.h. die Öffnung ist zentral auf dem Rucksack. Vorteil ist, dass man auch dann noch gut an das Hauptfach kommt, wenn man einen Helm oder Protektoren transportiert. Der Stauraum im Hauptfach ist ausreichend für Tagestouren. Ich nutze ihn als Tagesrucksack, auch als Guide. Großes Erste Hilfe Set, Regenjacke, Fleece, Nahrung,… passt ohne Probleme hinein. Für Tagestouren ist die Größe wirklich ideal.

Begeistert hat mich vor allem das Werkzeugfach. Dieses lässt sich per Reißverschluss fast komplett öffnen und anschließend aufklappen um an alle Teile zu kommen. Diese lassen sich bequem in mehreren Netzen und kleineren Taschen verstauen. Hier findet wirklich alles seinen Platz, so fällt das Werkzeug nicht irgendwo in einem größeren Fach umher, sondern die einzelnen Teile sind optimal aufgeräumt. Für spitzes oder scharfes Werkzeug existiert eine Tasche, welche zusätzlich verstärkt ist um so die anderen Dinge und den Rucksack zu schützen.

Oben auf dem Rucksack befindet sich noch eine kleine Tasche, welche mit weichem Fleece ausgelegt ist. Diese ist für die Brille oder Goggle gedacht. Man kann diese einfach hineinlegen, es lastet kein Gewicht auf dieser Tasche und die empfindlichen Brillengläser sind gegen Kratzer geschützt.

Auf der Unterseite des Rucksacks befinden sich Gummiseile um Protektoren auf Tour festzurren zu können. Natürlich kann man an dieses Straps aber auch alles andere befestigen. Bei schlechtem Wetter habe ich gerne die Regenjacke direkt unten dran um sie noch schneller zu erreichen. An den Seiten befinden sich wie an den meisten Rucksäcken kleine Einschubtaschen. Hier aber mit Reißverschluss, so dass man in diesen auch Schlüssel oder Handy transportieren kann. Trinkflaschen passen übrigens auch optimal in diese Taschen.

Fazit

Der Freeride Trail gibt mit seinem Namen schon das Einsatzgebiet an. Er ist optimal für Touren geeignet bei denen die Abfahrten auch mal schwieriger werden und man ein kleines Plus an Sicherheit haben möchte. Wir haben ihn im Trainingslager in Finale Ligure ausgiebig getestet, zum Glück mussten wir den Protektor noch noch nicht testen. Der Tragekomfort ist sehr hoch, und auf Trailabfahrten spürt man ihn kaum noch. Die Verarbeitung ist äußerst hochwertig und die Fächeraufteilung sehr durchdacht. Für mich ist der Evoc Freeride Trail der perfekte Tagesrucksack. Egal ob auf ausgiebigen Touren oder Freeride Runden in den Alpen, der Rucksack ist dafür ideal.

  • hochwertige Verarbeitung
  • Rückenprotektor (auch separat tragbar)
  • hoher Tragekomfort
  • sinnvolle Fächeraufteilung

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Über den Autor

Norman

Mit 14 Jahren die erste Transalp und auf dieser vom Bike Virus erfasst. Seit 2006 im Team und ab dem Sommer 2009 Touren Guide unserer Sonntagsausfahrten. - DIMB Trailscout - DIMB Freeride Guide

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1 Kommentar

  1. Flo sagt:

    Also rein optisch sehen die Rucksäcke ech gut aus, auch Farblich find ich das gut abgestimmt. Interessanter Beitrag!

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